Freispiel - Trägerverein Kleinwallstadt - Wolkenpurzler

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Spielst Du was mit mir? Freispiel im Wolkenpurzler
Unter Bildung verstehen viele Menschen in der heutigen Zeit einseitig das Ergebnis gezielter Förderung unserer Kinder. Ein eigentlich weitaus wichtigerer Bereich, nämlich das „Spiel“ wird hierbei leider unterschätzt oder als „Spielerei“ abgetan. Nach dem Motto: Heute schon „was ordentliches“ gespielt?! stülpen wir den Kindern permanent ausgeklügelte Förderprogramme über, so dass Raum und die Zeit für intensives Spielen immer enger werden.

Aber:
Echtes und engagiertes Spielen, Fördern und Bildung sind eins!!!

Gezielte Förderprogramme sind sicher sinnvoll und es gibt sie auch bei uns im Kindergarten. Jedoch wollen wir der mindestens genau so wichtigen Bildungsschiene des intensiven Spielens in unserem Kindergartenalltag die dringend erforderliche Beachtung schenken.
1. Engagiertes Spielen sollte nicht ergebnis-, sondern prozessorientiert sein. Der Weg ist das Ziel!
2. Echtes Spiel braucht Eigeninteresse und Selbststeuerung. Das bedeutet, dass ein Lernerfolg nicht wirklich gegeben ist, wenn ein Kind keine Lust zu einem Spiel hat (wenn es z. B. nach dem o. g. Motto ein Lernspiel vorgesetzt bekommt, das es gerade gar nicht machen möchte)
3. Spielfreude und Spielernst kommt eine zentrale Rolle zu. Die Verschaltung mit positiven Gefühlen ermöglicht vertieftes Abspeichern des Gelernten.
6. Spannung und Entspannung beim Spiel sind wichtig. Es sollte also eine gewisse Herausforderung zu meistern sein.
4. Viele Wiederholungen und das Selbst-Tun sind elementar!
5. Der Einbezug vieler Sinne erhöht die Spielfreude und intensiviert den Lernerfolg.
Demnach funktionieren ein vertieftes Lernen und Bildung über das Spielen nur, wenn wir den Kindern räumliche, zeitliche, pädagogische und emotionale Bedingungen schaffen, die all diese Punkte berücksichtigen.
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